Pressemitteilung – Warum Wahleinspruch einlegen – DIE LINKE Strausberg

Der Stadtverband von Die Linke legt Einspruch gegen die Bürgermeisterwahl vom 15.2.2026  ein. Wir sind der festen Überzeugung, es braucht eine Wahlwiederholung. Die Unregelmäßigkeiten sind so gravierend, dass wir nicht von einem vertrauenswürdigen Ergebnis des ersten Wahlgangs ausgehen können. Die offenkundigen Briefwahlmängel sind aus unserer Sicht nicht behebbar. Damit ist die Grundlage dieser Wahl zerstört. 

Jede Wähler*in muss die Gewissheit haben, das die abgegebene Stimme gilt. Wenn Wahlen unter solchen Bedingungen bestehen bleiben, entsteht der Eindruck: Regeln sind verhandelbar, Ernsthaftigkeit und Vertrauen sind zweitrangig.

Ja, eine Wahlwiederholung ist für alle Beteiligten eine zusätzliche Belastung. Das eigentliche Risiko liegt darin, dass sich Gleichgültigkeit gegenüber Unregelmäßigkeiten einschleicht. Das untergräbt Vertrauen und stärkt am Ende genau die Kräfte, die demokratische Verfahren ohnehin ablehnen. Jetzt gilt es klar zu handeln und auf taktische Verzögerungen zu verzichten.

Wir engagieren uns politisch, weil wir Verantwortung für das Zusammenleben in dieser Stadt übernehmen. Dazu gehört auch, Wahlen als verbindlichen und fairen Prozess zu verteidigen. Die Wahl einer Bürgermeisterin oder eines Bürgermeisters entscheidet über zentrale Fragen des Lebens in Strausberg – sie darf nicht auf einer zweifelhaften Grundlage stehen. Daran kann niemand ernsthaft Interesse haben.

Darum ist für uns klar: Strausberg braucht eine echte, saubere Wahl.