Fragen an die Kandidierenden zur Bürgermeister-Stichwahl in Strausberg

2.018 Strausbergerinnen und Strausberger haben in der Hauptwahl ihr Kreuz bei unserem Kandidaten Knut Steinkopf gemacht. Das hat zwar nicht für die Stichwahl gereicht, nimmt uns aber dennoch in die Verantwortung. Denn fünf konkrete Themen liegen nicht nur uns am Herzen, sondern wurden in tausenden Gesprächen an den Haustüren und auf der Straße immer wieder genannt. Im Namen unserer Wähler*innen und Unterstützer*innen haben wir die verbleibenden Kandidaten gebeten, zu folgenden Themen Position zu beziehen. Die entsprechenden Antworten werden hier ergänzen, sobald sie uns vorliegen.

Bezahlbares Wohnen sichern

  • Wie wollen Sie gemeinsam mit unserer SWG und weiteren Vermietern ein Wohnungstauschprogramm schaffen, das Senior*innen den Umzug in eine kleinere, möglichst barrierearme Wohnung ermöglicht, ohne dass ihre Gesamtmiete steigt?
  • Welche Schritte gehen Sie mit der SWG, den Wohnungsgenossenschaften und weiteren großen Vermietern, um einen Mietenpakt zu vereinbaren, der Mieterhöhungen begrenzt und verhindert, dass vorhandene Spielräume für Mieterhöhungen vollständig ausgeschöpft werden?
  • Werden Sie sich für eine Sozialklausel (Härtefallregelung) einsetzen, die Mieterhöhungen deckelt, wenn sie 30% des Haushaltsnettoeinkommen übersteigen?
  • Wie werden Sie sich dafür einsetzen, dass kommunale Grundstücke grundsätzlich im Eigentum der Stadt bleiben und für bezahlbaren beziehungsweise sozial gebundenen Wohnungsbau genutzt werden?

Klimafestigkeit und Wasserschutz

  • Wie gestalten Sie den Weg zu einem Hitze-Aktionsplan?
  • Wie wollen Sie erreichen, über das Zisternenförderprogramm hinaus, dass bei kommunalen Bauvorhaben und auf privaten Flächen mehr Regenwasser vor Ort versickert, gespeichert und genutzt wird, statt über die Kanalisation abzufließen? 
  • Welche konkreten Maßnahmen wollen Sie ergreifen, um den Wasserhaushalt des Straussees und der umliegenden Landschaft langfristig zu stabilisieren?

Soziale und kulturelle Förderung

  • Welche konkreten Angebote und Strukturen in den Wohnquartieren wollen Sie dauerhaft sichern oder neu schaffen, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und soziale wie kulturelle Teilhabe wohnortnah zu ermöglichen?
  • Was werden Sie unternehmen, damit in unserer Stadt Bürgerzentren entstehen und sich zu lebendigen Stadtteiltreffpunkten entwickeln können?
  • Welche Schritte unternehmen Sie, um den Festsaal als Identität stiftendes kulturelles Zentrum zu entwickeln?
  • Wie gestalten Sie die Haushaltspolitik, um Einschnitte in der Kultur-, Sozial- und Sportförderung zu verhindern?

Verwaltung, Beteiligung und demokratische Kommunalpolitik

  • Wie gehen Sie vor, um das Personal der Stadtverwaltung und der kommunalen Unternehmen, auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen zu halten und fachgerechte  Dienstleistung sowie eine qualifizierte öffentliche Daseinsvorsorge zu ermöglichen?
  • Wie werden Sie Betroffene von kommunalpolitischen und Verwaltungsentscheidungen frühzeitig einbeziehen, um eine intransparente Top-Down-Politik zu vermeiden?
  • Wie werden Sie sich für eine offene, vielfältige und diskriminierungsfreie Gesellschaft als Voraussetzung für eine lebenswerte Stadt einsetzen?

Kommunale Friedenspolitik und Bevölkerungsschutz

  • Wie erreichen Sie, dass die regionale Wirtschaftsförderung ausschließlich einer zivilen wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung dient?
  • Wie verhindern Sie eine schleichende Militarisierung des Alltages in unserer Stadt?
  • Wie wollen Sie den Schutz der Menschen vor Katastrophen und Großschäden zuverlässiger organisieren?